„Im Ruhrgebiet“: Literaturgottesdienst am 7. Februar mit Ruhr-Kultur in der Duisbuger Salvatorkirche
Unter dem Motto „Tief im Westen – Gottesdienste mit Ruhr-Kultur“ feiert die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg im Kulturhauptstadtjahr in der Salvatorkirche besondere Gottesdienste, in denen die Sprache und die Kultur des Reviers im Mittelpunkt stehen. In Kooperation mit Dr. Jan-Pieter Barbian, dem Direktor der Stadtbibliothek, bereitet der Literaturkreis Salvator um Pfarrer Peter Krogull Literaturgottesdienste vor, in denen Bücher des Ruhrgebietes eine Hauptrolle spielen.
Der zweite Gottesdienst mit Ruhr-Kultur findet am 7. Februar 2010, 17:00 Uhr, statt und stellt den Band „Im Ruhrgebiet“ in den Mittelpunkt. Bei dessen Erscheinen 1958 lösten die darin enthaltenen Fotografien des Kölner Fotografen Chargesheimer und das ausführliche Vorwort von Heinrich Böll einen Sturm der Entrüstung aus. Chargesheimer zeigte in seinen Grau-Schwarz-Kompositionen ein schmutziges Ruhrgebiet; Böll wurde die Assoziationskette „Krupp – Essen – Kanonen – Bergleute – Macht“ vorgeworfen. Eine Zeitung überschrieb einen Offenen Brief des damaligen Essener Oberbürgermeisters an den herausgebenden Verlag mit den Worten: „Solche Darstellungen akzeptieren wir nicht“.
Im Literaturgottesdienst führt Dr. Jan-Pieter Barbian in die Thematik ein, Lesungen und Liturgie übernehmen der Literaturkreis Salvator und Pfarrer Peter Krogull. Den musikalischen Rahmen mit Musik aus den 50er Jahren gestalten Salvatorkantor Marcus Strümpe und Marcin Langer, der am Saxophon Klangcollagen zu „Bergwerksgeräuschen“ improvisiert.
Der nächste Gottesdienst mit Ruhr-Kultur findet bereits eine Woche später, am 14. Februar, um 10:00 Uhr statt. Unter dem Titel „Tief im Westen aus dem Osten“ beleuchtet Pfarrerin Kathrin Oxen, Preisträgerin des internationalen Predigtwettbewerbs zum Calvinjahr und Preisträgerin des deutschen Predigtpreises 2009, von der Kanzel der Salvatorkirche als Pfarrerin der reformierten Kirche in Mecklenburg-Vorpommern das „Tief im Westen“-Thema aus einer ostdeutschen Sicht. Weitere Informationen gibt es unter www.salvatorkirche.de.
Foto: Jens Unger





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