Barely something: Ai Weiwei ab heute im Museum DKM

Heute eröffnet im Hafen der Kulturhauptstadt, Duisburg mit Ai Weiwei – „Barely Something“ die dritte Ausstellung von internationaler Bedeutung im Rahmen der Metropole RUHR.2010 innerhalb nur weniger Wochen. Wurden bereits die Giacometti-Ausstellung „Due Frau auf dem Wagen“ in der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum und die Ausstellung „Noch Fragen?“ von Olaf Metzel im Museum Küppersmühle, MKM zu wahren Publikumsmagneten, so sollte dies bei Ai Weiwei ebenso problemlos der Fall sein.  

Die Macher der Ausstellung, insbesondere der Kurator Roger M. Buergel haben sich dabei zum Ziel gesetzt, nicht so sehr die –durchaus gewollte und genutzte- mediale Inszenierung des chinesischen Künstlers in der Vordergrund zu stellen, sondern fordern dazu auf, sich die Zeit zu nehmen, genauer hinzuschauen. So zeichnen sie, insbesondere nach den spektakulären Auftritten des Künstlers bei der Documenta in Kassel im Jahre 2007 und München 2009 die letzten 15 Arbeitsjahre Ai Weiweis nach, mit besonderem Blick auf die künstlerische Entwicklung des 1957 geborenen chinesischen Künstlers. „Das Spannungsvolle dieser Entwicklung liegt in der einerseits prekären, andererseits formvollendeten Verknüpfung des hochdynamischen China mit Bausteinen der westlichen Moderne.“, so meinen die Macher vom DKM.

In der Ausstellung werden sowohl das New Yorker Frühwerk Ai Weiweis aus den 80er Jahren, als auch seine neuesten Werke, eine lyrische Klage über die Opfer der schlechten Regierung behandelt.

Ai Weiwei gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, im Westen besonders bekannt durch seine spektakulären Beiträge zur Documenta 12 im Jahre 2007, aber auch durch seine Mitarbeit am Olympiastadion in Peking, dem berühmten Vogelnest . breit ist die Palette der Ausdrucksformen des chinesischen Künstlers. Dort finden sich neben objektbezogenen oder installativen Arbeiten, Architekturprojekte, aber auch ein starkes gesellschaftspolitisches Engagement, bei dem er insbesondere seine „prekären“ Privilegien als international bekannter und anerkannter Künstler benutzt, um u.a. in seinem Blog regierungskritisch zu artikulieren, aber auch zu mobilisieren.

Doch nun genug der Schilderungen über den hochkarätigen Künstler und hin zu einer fotografischen Vorschau, auf das was den Besucher im Museum DKM erwartet sowie einem Rundgang per Video. Beides soll noch ein wenig mehr dazu 2verführen”, die Ausstellung zu besuchen, denn die sollte man sich keineswegs entgehen lassen.

Die Arbeiten Ai Weiweis, die im Duisburger Innenhafen zu finden sind, werden wir in Kürze in einem separaten Beitag beleuchtem. Zu der Ausstellung Ai Weiwei – Barely Something sind ein Katalog und ein Booklet erschienen und im Museum DKM erhältlich!

Text, Fotos: Frank-M. Fischer

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