Ein gebürtiger Duisburger managt die Kulturhauptstadt – Großer Erfolg bei der Eröffnung von RUHR.2010

Es gibt nicht wenige Bezüge, die die RUHR.2010 – europäische Kulturhauptstadt zu Duisburg hat. Klar, jetzt könnte man sagen: „logisch“, schließlich ist Duisburg doch eine der 53 Städte, die die Metropole Ruhr bilden, Portalstadt der RUHR.2010 und Hafen der Kulturhauptstadt. Ein weiterer, nicht gerade unbedeutender Bezug ist der Chef der RUHR.2010, Fritz Pleitgen, denn der ist bekannter Weise gebürtiger Duisburger und der hat zusammen mit seinem Team einen verdammt guten Job gemacht und der ist ja und das ist ebenfalls bekannt, noch lange nicht beendet.


Fritz Pleitgen seit 2007 als Organisationschef der Ruhr.2010
Der Vollblut Journalist wurde im Jahr 2007 zum Organisationschef der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 berufen und obwohl er erst zögerte, denn eigentlich wollte der damals 69-Jährige nach seiner sehr erfolgreichen Zeit beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen Bücher schreiben, konnte er sich den „Aufforderungen“ von Bundestagspräsident Norbert Lammert, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Ex-Evonik Chef Werner Müller nicht entziehen und übernahm das neue Amt im April 2007 und schied dafür sogar vorzeitig aus seinem Vertrag mit dem WDR aus, um direkt mit voller Kraft ans Werk gehen zu können.
Seine Verbundenheit mit der Region, der Metropole Ruhr ist ihm zu jedem Zeitpunkt seiner Tätigkeit Richtschnur gewesen und es geht ihm nicht darum, etwas temporäres wie ein Kulturereignis zu schaffen, sondern er verfolgt die Veränderung in der Region, vor allem in der Wahrnehmung innerhalb Europas. Im Rahmen der Eröffnung sagte Pleitgen: „ Nach Kohle und Stahl soll nun die Kultur Motor der Region werden; mit starken Bildern, die die alten Klischees vom Kohlenpott ablösen. Wir machen keine Veranstaltung für die Eliten, wir machen die Leute zu Akteuren.”

Großartiger Auftakt zu einem spektakulären Kulturhauptstadtjahr
Diese Eröffnung war ein großartiger Auftakt zu einem spektakulären Kulturhauptstadtjahr und es war mutig von Pleitgen, sie trotz der uneinschätzbaren Wetterrisiken genau im Zeitplan liegend durchzuführen. Dieser Mut wurde mehr als belohnt, denn  die Menschen dankten es ihm und seiner Mannschaft und strömten am Eröffnungswochenende zu Zigtausenden auf das Gelände des Weltkulturerbes der Zeche Zollverein in Essen und erlebten ein rauschendes Kulturfest beginnend mit dem Festakt (der allerdings aus Platzgründen nur vor geladenen Gästen, allerdings auf Großleinwänden auf dem Zechengelände übertragen) bis hin zu den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, die verteilt über das riesige Areal des Zollvereins stattfanden. Da gab es unter anderem zur Einstimmung auf die 2.500 Veranstaltungen und 300 Projekte des Jahres 2010: Tanz und Theater, Live-Performances, Lichtkunst und Lagerfeuergesang und zum Höhepunkt am Samstag ein wunderbar anzuschauendes Höhenfeuerwerk.


Ein kleiner Blick auf die Headlines zur Eröffnung
Betrachtet man die Berichterstattung, da hört man ebenfalls viel Lob: „Kerniger Auftakt im Schnee“ oder „Entdecken Sie Deutschlands neue Hauptstadt“ titelte der Spiegel online. „Es könnte gar nicht besser sein“ meinte die Süddeutsche Zeitung. Von „Feuer und Eis“ war in der Frankfurter Allgemeinen Sontagszeitung zu lesen. Die Frankfurter Rundschau spricht von der „Party im Pott“, die Zeit titelt: „Kunst und Musik zwischen alten Zechen“. Heute.de machte auf mit: „Kulturhauptstadt – Revier haut auf die Pauke“. Der Westen schrieb: „Das Ruhrgebiet drückt die Kulturhauptstadt an sein Herz“, die Welt online textete: „Das Ruhrgebiet feiert sich als Kulturhauptstadt“ „Die Welt ist mein Revier“ war bei Der Tagesspiegel online zu lesen. Bild.de mit der Headline: „Festakt zur Kulturhauptstadt begonnen – Traum in Erfüllung“ und „Weltstadt Ruhrgebiet“. „So hot ist der Pott“ lautete es im Express… und diese Überschriften vom 09. und 10. Januar 2010 sind nur ein ganz kleiner Ausschnitt des riesigen Presseechos zum Auftakt des Kulturhauptstadtjahres. Doch das was da am Wochenende passierte, war erst der Anfang und das wissen auch Fritz Pleitgen und seine Mitarbeiter, aber scheuen die viele Arbeit, die noch vor ihnen liegt überhaupt nicht!

Frank-M. Fischer

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