Grundsteinlegung erfolgreich verlaufen

Im August haben auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Angerpark die ersten Bau-arbeiten für die Großskulptur „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ begonnen. Im Moment sind bereits 6 der insgesamt 17 Fundamente betoniert. Hoch über den südlichen Duisburger Stadtteilen Angerhausen, Wanheim und Huckingen, ca. 33 Meter über Straßenniveau, liegt das Plateau der Heinrich-Hildebrand-Höhe. Grund und Boden der künstlich angeschütteten Anhöhe gehörten zur ehemaligen Zinkhütte MHD (Metallhütte Duisburg), den späteren Sudamin-MHD Werken.

»Tiger & Turtle« ist als Siegerentwurf der Künstler Heike Mutter (geb. 1969 in München) und Ulrich Genth (geb. 1971 in Tübingen) aus einem internationalen Wettbewerb hervorgegangen. Sie krönt die Spitze der Halde und nimmt ihre spiralförmigen Windungen in die Höhe auf. Die Skulptur erinnert in ihrer Form an eine Achterbahn, deren dynamischer Kurvenverlauf das Erlebnis außergewöhnlicher Beschleunigung verspricht.

Die Großskulptur wird durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union im Rahmen des Ökologieprogramms im Emscher-Lippe-Raum (ÖPEL) gefördert und aus Landesmitteln der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 mit Unterstützung privater Förderer, wie den Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) im Verbund mit Vallourec & Mannesmann Tubes, der Sparkasse Duisburg sowie der Stadtwerke Duisburg AG finanziert.

Grundsteinlegung: 7. September 2010

Nach einem gemeinsamen Aufstieg auf das Plateau der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Wanheim sowie einem kleinen Empfang, begrüßte Oberbürgermeister Adolf Sauerland zur Grundsteinlegung auf der Bühne. Im Anschluss sprach Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer RUHR.2010 GmbH Grußworte zur feierlichen Grundsteinlegung.

Eine sogenannte „Zeitkapsel“ wurde mit wichtigen Zeugnissen unserer Zeit, einer Urkunde (von OB Adolf Sauerland), einer Portsmouth Nadel (von Lord Mayor Paula Riches), der RUHR.2010 Münze (von Dr. Söke Dinkla), der aktuellen Tageszeitung „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (von Kulturdezernent Karl Janssen, Stadt Duisburg), künstlerischen Entwürfen auf einer CD und einem Glücksbringer (von den Künstlern Ulrich Genth und Heike Mutter) und einem Bauplan (von Stadtdirektor Dr. Peter Greulich) sowie mit Vereinszeitschriften und -wimpeln (von Theo Küpper, 1.Vorsitzender Heimat- und Bürgerverein Wanheim-Angerhausen e.V. und von Rolf Heusner, 1.Vorsitzender Kanuclub Wanheim) gefüllt. Mitarbeiter der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH verschlossen die Zeitkapsel luftdicht und die Vertreter des Landes und der Stadt Duisburg versenkten diese im Fundament 9.

Fotogalerie zur Grundsteinlegung:

In einem moderierten Gespräch sprachen Dr. Jens Reichel, Leiter Energie, Infrastruktur und Anlagentechnik der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Dr. Peter Greulich, Stadtdirektor der Stadt Duisburg, Karl Janssen, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, Dr. Söke Dinkla, Leiterin des Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR.2010, die Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth zum Thema „Metropole gestalten“ miteinander. (Moderation: Sascha Devigne, studio 47)

Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth

Heike Mutter (geb. 1969 in München) studierte von von 1996 bis 2001 an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Seit 2007 ist sie Professorin an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Ulrich Genth (geb. 1971 in Tübingen) studierte von 1994 bis 1999 an der Kunstakademie Münster und war 1997 Meisterschüler bei Reiner Ruthenbeck. Seit 2003 arbeiten Heike Mutter und Ulrich Genth als Künstlerduo zusammen. Ausgezeichnet durch zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. durch das Duisburger Lehmbruck-Stipendium 2005, nutzen sie für ihre großformatigen Arbeiten ein Atelier auf dem Gelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg. Genth und Mutter leben in Hamburg und gehören heute zu den avanciertesten Nachwuchstalenten im Bereich Kunst im öffentlichen Raum. Die beiden Künstler konzentrieren sich auf soziale Phänomene und gesellschaftliche Bedingungen und stellen das Potenzial eines Ortes oder einer Situation ins Zentrum ihrer komplexen Installationen. So entstehen oft komische und tragisch-absurde Verfremdungen, die neue Sichtweisen und Dialoge in den vertrauten Alltag einbringen. Intensive Recherchen vor Ort gehen den Arbeiten voraus. Nähere Informationen: www.phaenomedia.org

Fotos: Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation

Kommentare