Radtourentipps für „Duisburg – Hafen der Kulturhauptstadt 2010“
Das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 liefert die Ideen für fünf Radtouren und zwei Stadtspaziergänge in Duisburg. In Anlehnung an das Programm wurden Routen gewählt, die einen thematischen Zusammenhang mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 haben und den Fokus auf Duisburg und das nähere Umfeld richten.
So lässt sich Duisburg 2010 hautnah erleben. Mit dem Rad kann man Kultur- und Geschichte der Stadt erkunden und dabei im Besonderen auch die Stadt- und Stadtbaukultur erleben. Eine Vielzahl neuer Grünverbindungen, zum größten Teil auf ehemaligen Industrie- und Bergbauflächen sowie Verbindungstrassen, vermitteln einen guten Eindruck in die Region RUHR.2010.
Tour 1: 2010 „Schachtzeichen – Auf den Spuren der Bergbauvergangenheit“, Rundkurs, ca. 38 Kilometer
Der Bergbau war die Grundlage der rasanten Entwicklung des Ruhrgebiets. Flächennutzungen, Straßen, Schienenwege, Kanäle, Halden, Siedlungen und die Entwicklung der Städ
te und Stadtteile haben vielfach ihre Ursachen im Bergbau. Das Projekt Schachtzeichen vom 22. bis zum 30. Mai 2010 markiert mit großen gelben Helium gefüllten Ballons etwa 350 ehemalige Schachtanlagen im gesamten Ruhrgebiet und macht damit sinnlich die Vergangenheit wahrnehmbar.
Der Radtourentipp bietet in Duisburg die Möglichkeit, ein paar dieser Standorte zu erkunden. Ein gut ausgebautes Wegenetz, zum Teil über ehemalige Kohlebahnstrecken, die inzwischen als grüne Verbindungen ausgebaut wurden, ermöglicht einen Einblick in die Vergangenheit und zeigt ehemalige Zechenstandorte, Bergarbeitersiedlungen und zeigt einen Stadtraum, der sehr stark durch die Bergbauvergangenheit geprägt ist.
Auf ehemaligen Kohletransporttrassen, zum Beispiel die HOAG – Bahn, Lohbergbahn, der Grüne Pfad, führt die Route vorbei an Bergmannssiedlungen in Wehofen, Bergmannsplatz in Neumühl und die Siedlung an der Felix-Dahn-Straße. Um das spannende Nebeneinander von Industrie- und Kulturlandschaft zu verdeutlichen führt der westliche Abschnitt dieser Route auf die linke Rheinseite durch eine typische Niederrheinlandschaft, die einen Blick auf die beeindruckende rechtsrheinische Industriekulisse ermöglicht.
Tipp: Ein Blick von der Rheinpreußenhalde, einem Bergbaurelikt, gekrönt mit einer überdimensionalen Grubenlampe, ermöglicht eine faszinierende Übersicht über das Nebeneinander von Industrie, Wohnen und Freiraum im Land zwischen Rhein, Ruhr und Emscher.
Tipp: Die Ballons werden am 22. Mai ab 12 Uhr zum ersten Mal über den ehemaligen Schachtanlagen hoch gelassen. Sie sind bis zum 30. Mai täglich zwischen 10 und 20 Uhr zu sehen. In der Nacht vom 24. auf den 25. Mai und in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai jeweils zwischen 22 Uhr und 1 Uhr werden die Ballons beleuchtet.
Der Radtourentipp ist im Internet unter der Adresse www.duisburg.de/radverkehr zu finden. GPS Daten zur Streckenführung stehen im Internet zur Verfügung.




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