Varieté de la Vie – Jugendkulturfest mit europäischen Begegnungen
Mit einer Schweigeminute für die Opfer der Loveparade begann die Pressekonferenz zum internationalen TWINS-Projekt „Varieté de la Vie.“ Oliver Scheytt, Geschäftsführer von RUHR.2010 betonte zu Beginn, dass die Projekte der Kulturhauptstadt nicht abgesagt werden würden, der Charakter aber habe sich verändert.
So wurde das Bühnenprogramm zur Eröffnung des Projekts „Gülhane – Rosen für Marxloh“ in Duisburg abgesagt. Die Menschen nutzten aber die Eröffnung des Rosenpavillons um sich über das Drama bei der Loveparade auszutauschen und miteinander zu reden. Anfang Oktober wird das geplante Fest zusammen mit der Bepflanzung des Pavillons nachgeholt. Die Jugendlichen des TWINS-Projektes trauern mit der Bevölkerung Duisburgs um die Toten, ein Trauerflor an den Umhängebändern ist das sichtbare Zeichen dafür.
Eine Art Zwischenbilanz wird das Internationale Jugendkulturfest sein, denn das TWINS-Programm wird darüber hinaus noch in diesem Jahr weitergeführt. 400 Jugendliche werden am Samstag im Ringlokschuppen und dem MüGa-Park ihre persönlichen Projekte vorstellen. „Die Jugendbegegnung ist eines der großen Themen der Kulturhauptstadt und das Jugendkulturfest ein wichtiges Projekt innerhalb von TWINS,“ unterstrich Scheytt. Dabei haben nicht nur die Jugendlich von der Kooperation und dem Austausch profitiert, auch die Städte untereinander.
Für Wolfgang Heitzer, Koordinator des TWINS-Projekts, begannen die Planungen vor knapp zwei Jahren. „Die Idee war erst mal, etwas gemeinsam zu machen. Der erste Schritt dabei: Mit den Kollegen der anderen Städte Kontakt aufnehmen.“ Das Jugenkulturfestival am Samstag wird nicht der Schlusspunkt der Entwicklung sein sondern Basis für weitere Aktivitäten. Oberhausen selbst hat 14 Partnerschaften, neben den offizellen Städtepartnerschaften kommen hier noch die Jugendpartner. Rechnet man diese dazu, erweitern sich die 9 Nationen der Städtepartnerschaft um fast die Hälfte.
Duisburg wird am 31. Juli beim Jugendkulturfest mit einem Projekt vertreten sein, das eine Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt darstellt, so Kornelia Kerth-Jahn, TWINS-Beauftragte der Stadt Duisburg. Jugendliche aus der Stahlindustrie Perms und der Werft in Portsmouth arbeiten gemeinsam in der Ausbildungswerkstatt von Krupp-Mannesmann an einer Skulptur. Diese wird dann am Samstag um 17:15 Uhr gemeinsam von den Jugendlichen im MüGa-Park errichtet – die erste Probe dafür findet am Freitag statt.
1500 bis 2000 Besucher werden am Samstag erwartet, wobei man im Falle schlechten Wetters die Projekte auch im Ringlokschuppen zeigen könne. Johanna Klum, bekannt als VIVA- und WDR-Moderatorin führt durch das Programm. Von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr werden die verschiedenen Facetten des TWINS-Projekts deutlich werden. Ein Projekt, das sicherlich dazu führte dass man das Konzept der Städtepartnerschaften neu denken müsse lautete das gemeinsame Fazit der Veranstalter.





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