Das Projekt – Here & There
In seinem Fotografieprojekt beschäftigt sich Horst Wackerbarth mit der globalen Migration am Beispiel der Hafenstadt Duisburg und ihrer Partnerstädte – lokal und global. Die Fotos geben den Impuls für einen globalen Dialog zwischen den Menschen. Am Ende des Projektes soll für heutige und kommende Generationen
eine Anthropologie des 21. Jahrhunderts entstehen – eine umfassende Sammlung, die »Gallery of Mankind«, die von den Menschen selbst erzählt wird.
Eine Couch reist um die Welt. Das »Gallery of Mankind«-Projekt fragt: Was denkt, fühlt, wünscht und erhofft sich der Mensch im 21. Jahrhundert? Hunderte interessante Erdenbewohner beantworten universelle Fragen, aufgezeichnet mit Video und Fotografie. Die leuchtend rote Couch ist der gemeinsame Nenner für alle Nationen, Religionen, Ethnien und Schichten, für kulturelle Vielfalt, Lebensgewohnheiten und Ansichten von Individuen, Szenen, Mehrheiten und Minderheiten. So wird ein rotes Sofa zur Bühne für Unbekannte und Prominente, Arme und Reiche – für alle Bürger dieser Welt. Die Couch kommt zu den Menschen, in ihr Land, ihre Umgebung, ihr Zuhause. Sie ist Kundschafter und Botschafter der menschlichen Suche nach Wahrheit und Glück.
Auf Initiative der Hafenstadt Duisburg und als Beitrag Duisburgs zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 kommentiert der Foto- und Videokünstler Horst Wackerbarth den Themenschwerpunkt Migration durch seine Foto- und Videoarbeiten in einem globalen Kontext. Im Rahmen des Projekts »Here & There« entstehen insgesamt 100 W
erke – individuelle Biografien, die jeweils aus Fotografie und Videoinstallation bestehen. In den Partnerstädten werden Beiträge über Personen mit einem für die jeweilige Region typischen Migrationshintergrund realisiert. In Duisburg werden einige Werke mit »berühmten« Kindern der Stadt erstellt und als große Bildtafeln im öffentlichen Raum des Hafens präsentiert.
Die Fotowerke und Videointerviews werden vom 1. Oktober 2010 bis 9. Januar 2011 im Stiftung Wilhelm LehmbruckMuseum in Duisburg gezeigt werden. Danach geht die Ausstellung auf Tournee in die Partnerstädte. Zuvor werden die Fotos inklusive Videointerviews, Woche für Woche, exklusiv auf www.du2010.de enthüllt.

09:14 Uhr
Es ist eine wirklich tolle Ausstellung!!
Ich habe sie sehr genossen.
Schön wäre es gewesen, wenn man selbst hätte aussuchen können, welche Interviews man sehen möchte und sie hätte “anklicken” können. Es ist einleuchtend, dass man so auch Einblick in andere Interviews bekommt, aber wenn man teilweise bis zu 20 min. oder noch länger warten muss, um das Interview zu sehen/hören worauf man wartet, ist es schon sehr ermüdend. Vor allem, da man die ganze Zeit stehen musste.
Mein Vorschlag wären deshalb Stühle und ein Menü von 5-10 Künstlern je Monitor, sodass man individuell entscheiden kann, welches Interview man wann sehen möchte.
Noch eine kleine Kritik: Teilweise waren die Bilder so hoch aufgehangen, dass man sie mit der Spiegelung der Beleuchtung schlecht sehen konnte.
Aber alles in allem eine sehr tolle Arbeit!
Ich habe die Stunden im Museum Lehmbruck sehr genossen, eine tolle Ausstellung und ein tolles Museum!
Vielen Dank,