Das Projekt in Duisburg

24. – 26. September 2010

“Ruhrlights: Twilight Zone” findet vom 3. bis 26. September 2010 an der Ruhr statt. Vom 24. bis 26. September 2010 im Innenhafen und Salvatorkirche in Duisburg. Die Installationen sind jeweils von 20:30 Uhr bis 24:00 Uhr zu bewundern.

Modulorbeat

Als wandernder Nomade erreicht die Architektur von Modulorbeat zum Abschluss von „Twilight Zone“ den Duisburger Innenhafen. Die leuchtenden Kuben lassen in ihrer Spiegelung im Wasser eine zweite chimärenhafte Architektur entstehen. Sie sind ein wirkungsstarkes Symbol für die Verbindung des Existierenden mit dem Imaginären. Die mobile Architektur ist zugleich Bühne, Experimentierraum und Produktionsort. In ihren multiplen Funktionen sind die „Big Tanks“ weniger Architektur als Transformator für das Überraschende. Zum Abschlussfest des „Kulturkanals“ finden hier die Klänge der Region zusammen.

Animation “Big Tanks” von Modulorbeat anschauen!

Video der Modulorbeat-Architektur in Duisburg

Peter Kogler

Peter Kogler bringt seine durch Documenta und Biennale fast schon legendären, universellen Formen nach Duisburg. Für das wohl prominenteste Architekturfragment im Innenhafen – die Uferpromenade des entstehenden Eurogates – entwirft er eine monumentale Lichtprojektion. Hell leuchtende Netzformationen bewegen sich wellenförmig über die Stufen der Promenade. In ihrer unendlich scheinenden Bewegung lösen sie die Präsenz der Architektur auf und schaffen einen fließenden Übergang zum Wasser. Erstmals generiert Kogler für Duisburg eine filmische Lichtprojektion in einer Länge von 350 Metern.

Peter Kogler: Animation für den Duisburger Innenhafen

Video der Lichtinstallation von Peter Kogler in Duisburg

Yves Netzhammer „Abstraktionsvorräte“, 2009
Sound von Bernd Schurer

Im Ludwigforum im „Garten der Erinnerungen“ entsteht die Installation „Abstraktionsvorräte“ von Yves Netzhammer. Skulpturale Elemente wie Silhouetten von Rehen und mediale Präsentationen in vogelhausähnlichen Gehäusen wachsen zu einem spielerischen Gefüge zusammen, das uns fremd und vertraut zugleich erscheint. Der labyrinthische Raum stellt unsere Fähigkeit, Komplexität zu ordnen und das Einzelne im Kontext des Ganzen zu sehen mit jeder Bewegung, die wir machen, auf die Probe. Produziert vom Centro di Cultura Contemporanea Strozzina, Palazzo Strozzi, Florenz, Kooperationspartner ERES-Stiftung München.

Video der Installation von Yves Netzhammer

Mader Stublic Wiermann „4 D House“

Die Berliner Künstlergruppe Mader Stublic Wiermann transformiert mit einer fassadenfüllenden Lichtarbeit die Architektur des Jüdischen Gemeindezentrums am Innenhafen. Sie nehmen die stärksten Elemente der dekonstruktivistischen Architektur Zvi Heckers auf und setzen das gesamte Gebäude in Bewegung: Feststehende Perspektiven werden im virtuellen Raum gedreht, vervielfältigt, überlagert und schließlich wieder auf das reale Gebäude gebracht. Vor dem nächtlichen Himmel entsteht ein virtuelles Lichtgebilde, das sich von der Materie löst und eine eigene Geschichte erzählt.

Mader Stublic Wiermann: Animation im jüdischen Gemeindezentrum

Video der Lichtinstallation “4 D House” von Mader Stublic Wiermann, Duisburg

Xavier de Richemont “Mercaturm”

Historische, visuelle und musikalische Artefakte sind die Grundlage für die Lichtprojektionen von Xavier de Richemont. Für die Hauptfassade der Salvatorkirche entwirft er zum 400-jährigen Jubiläum der ersten Generalsynode eine filmische Videoprojektion. Wie kaum ein anderer Künstler komponiert de Richemont symbolstarke Bilder zu Bild-Ton-Kompositionen, die ohne Sprache auskommen. Mit seinen von Musik begleiteten Lichtmalereien gelingt es ihm die Geschichte eines Ortes auf neue Weise zu erzählen.

Video der Lichtinstallation von Xavier de Richemont in Duisburg

Klaus Obermaier

Zur Eröffnung von „Ruhrlights: Twilight Zone“ zeigt Klaus Obermaier eine interaktive Performance in Kooperation mit der Accademia Nazionale di Danza di Roma. Die Tänzerinnen Barbara Autiero und Sara de Santis beeinflussen mit ihren Bewegungen Lichtbilder, die auf der Fassade des Treppenhausturms erscheinen. Klaus Obermaier entwickelt in seiner Performance für Duisburg komplex Interaktionen zwischen Aufführenden, projizierten Bildern komponierten Klängen. Assistenz: Stefano D’Alessio.

Video der Performance von Klaus Obermaier in Duisburg

TWINS: Manuel Schroeder „„Mirage – Moving Memories“

Manuel Schroeder lädt zu einer nächtlichen Erkundung im „Garten der Erinnerungen“ ein. Unter dem Titel „Mirage – Moving Memories“ arbeitet er mit digitalen Medien um flüchtige Momente des alltäglichen Lebens festzuhalten.
Auf fragilen Elementen wie Rauch und in performativen Szenen werden Bilder an unerwarteten Orten projiziert.

Konzept und Projektleitung: Manuel Schroeder

Folkwang Hochschule: Ramona Suresh

Abschlussfest “KulturKanal” und “Ruhrlights: Twilight Zone” am 26. September 2010, 20:00 Uhr, Duisburg

Seinen Abschluss feiert das Lichtkunstfestival gemeinsam mit dem Projekt „KulturKanal“ am 26. September im Duisburger Innenhafen: Höhepunkt ist ein Konzert mit Ensembles der Duisburger Philharmoniker auf dem Wasser. Das Ensemble Concertino Piccolino eröffnet die musikalische Performance im Sinne einer Serenadenmusik mit Tanzsätzen aus barocken Suiten. Neue Musik von Gerhard Stäbler bildet den Angelpunkt der „Wassermusik“. Schlagzeuger der Duisburger Philharmoniker werden als bewegliche Klangquellen begleitet von barocken Feuerspielen auf dem Wasser, die das Konzert abschließen.