Die Künstler
Siegrun Appelt
Siegrun Appelt wurde 1965 in Bludenz geboren. Sie lebt und arbeitet in Wien. Siegrun Appelt ist bekannt geworden durch ihre Lichtinstallationen im Stadtraum und in besonderen Architekturen. Sie nahm an wichtigen internationalen Ausstellungen teil, wie 2008 an der Architekturbiennale in Venedig, und zeigte ihre Arbeiten 2006 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2005/06 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und 2004 im Museum Moderner Kunst Salzburg sowie 2003 in der Kunsthalle Wien. Appelt wurde für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen u.a. mit dem Österreichischen Staatsstipendium für bildende Kunst, dem New York Stipendium und dem Staatsstipendium für Fotografie ausgezeichnet.
Christoph Hildebrand
Christoph Hildebrand wurde 1959 in Emmendingen/Baden geboren, er lebt und arbeitet in Essen und Berlin. Digitale Weltaneignung und die Frage nach menschlicher Identität in einer globalisierten Welt bilden den Hintergrund für Objekte und Installationen Hildebrandts seit den 1990er-Jahren. Die Spannweite der zur Verwendung kommenden Materialien reicht vom Betonfertigteil über Plastik-Lunchboxen und Kinderspielzeug bis zu elektronischen Laufschriften und digital animierten Neonkonturen – die Größenordnung reicht vom handlichen Multiple bis zur fassadenfüllenden Lichtskulptur. Seine Arbeiten und Interventionen im öffentlichen Raum sind deutschlandweit, besonders im Ruhrgebiet, und auch international zu sehen, er stellte u.a. 1993 auf dem 3. International Symposium on Electronic Arts in Sydney, 2004 auf dem European Media Art Festival in Osnabrück und 2008 im National Art Museum of China in Peking aus.
Andreas M. Kaufmann
Andreas M. Kaufmann wurde 1961 in Zürich geboren, er lebt und arbeitet in Köln und Barcelona. Projektionen, Bewegung, Rückgriff auf vorhandenes Bildmaterial aus den Medien oder Archiven und die unmittelbare Auseinandersetzung mit den vorgefundenen räumlichen Situationen bilden die wesentlichen Elemente von Andreas M. Kaufmanns künstlerischer Arbeit. Seine Arbeiten wurden u. a. in Amsterdam, Barcelona, Japan und in ganz Deutschland gezeigt. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe und Preise wie 2002 für das Hauptgebäude der Deutschen Krankenversicherung in Köln, 2002 den Medien-Raum-Preis des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl oder 1994–96 den Förderpreis des Wilhelm Lehmbruck Museums in Duisburg.
Peter Kogler
Peter Kogler wurde 1959 in Innsbruck geboren, er lebt und arbeitet in Wien. Peter Koglers raumgreifende Mixed-Media-Installationen bewegen sich im Bereich Architektur und Raum und setzen sich aus einer reduziert gestalteten Zeichensprache zusammen. Kogler zählt zu den international erfolgreichsten österreichischen Künstlern und stellte u. a. 1995 auf der Biennale in Venedig, 2000 auf der Expo in Hannover, 2007 im Museum of Modern Art in New York und 2006 im Centre Pompidou in Paris aus. Das MUMOK in Wien präsentierte 2008 das umfassende OEuvre des zweifachen Documenta-Teilnehmers in einer groß angelegten Werkschau. Er hat eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Mader Stublic Wiermann
Heike Wiermann
1971 geb. in Saarbrücken. 1992-2000 Studium der Architektur an der TH Karlsruhe, Gaststudium an der HdK/Berlin und der HfG/Karlsruhe.
Holger Mader
1970 geb. in Basel. 1993-1998 Studium der Medienkunst an der HfG-Karlsruhe.
Alexander Stublic
1967 geb. in Saarbrücken. 1990-1992 Studium an der Universität Saarbrücken. 1993-1999 Studium der Kunstwissenschaft, Medientheorie, Philosophie und Medienkunst an der HfG Karlsruhe.
Die Medienkünstler Holger Mader und Alexander Stublic sowie die Architektin Heike Wiermann nutzen das Spannungsfeld von Realität und Simulation in ihren Projekten und untersuchen in diesem Zusammenhang Mechanismen der Wahrnehmung. Sie stellen Raumzusammenhänge her, indem sie die raumbildenden Mittel der Architektur um die zeitgebundenen Medien, wie Licht, Video und Ton ergänzen und schaffen so neue Möglichkeiten Räume zu erleben. Seit 2000 leben und arbeiten sie gemeinsam in Berlin.
Neben Ausstellungen im ZKM Karlsruhe, Kunsthalle Baden-Baden, Kunsthalle Mannheim, folgen internationale Festival-Teilnahmen, wie Mostra des Artes São Paulo, Glow Festival Eindhoven, dem Steirischen Herbst, Filmfestival Seoul, transmediale. In den letzten Jahren konnten Kunstprojekte im öffentlichen Raum, zum Klimagipfel in Kopenhagen, wie die Bespielung des Uniqa Towers in Wien oder der Licht-Kunst Stelen bei Osram in München, realisiert werden.
Modulorbeat
Jan Kampshoff, geboren 1975 in Rhede, lebt und arbeitet in Münster. Marc Günnewig, geboren 1973 in Münster, lebt und arbeitet in Münster. Modulorbeat ist ein Netzwerk aus Architekten, Kulturwissenschaftlern und Musikern mit Sitz in Münster. Sie arbeiten im Spannungsfeld von Stadt und Landschaft, generieren und betreuen Projekte und Studien sowie dialogische Planungsprozesse. Bekannt wurden sie mit ihren temporären experimentellen Bauten. Für die Skulptur Projekte Münster 2007 erschufen sie den goldenen Informationspavillon. Ihre Arbeit »Kubik«, eine mobile Installation aus industriellen Wassertanks, war in Barcelona, Lissabon und Mailand zu sehen.
Yves Netzhammer
Yves Netzhammer wurde 1970 in Schaffhausen geboren. Netzhammer lebt und arbeitet in Zürich. Zu Yves Netzhammers wichtigsten Werken gehören räumliche Projektions und Klanginstallationen, mit denen er surreale Geschichten erzählt. Yves Netzhammers Arbeiten wurden 2007 im Schweizer Pavillon auf der Biennale Venedig, 2005 in der Kunsthalle Bremen sowie 2003 im Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg ausgestellt. 2000 sowie 2002 und 2006 hat er den Eidgenössischen Preis für freie Kunst erhalten. 2003 verlieh ihm der Kanton Zürich den Kunstpreis.
Tatzu Nishi
Tatzu Nishi wurde 1960 in Nagoya geboren, er lebt und arbeitet in Berlin. Nishi studierte in Tokio und an der Kunstakademie in Münster. Seit 1997 umbaut er öffentliche Denkmäler oder Skulpturen und führt sie einer temporären, meistens privaten Bestimmung zu. 2007 verwandelt Tatzu Nishi auf der Kunstbiennale „Estuaire“ in Nantes einen zentralen Brunnen in eine 130qm große Vier-Sterne-Suite.
Seine räumlichen Verwandlungen zeigte Nishi bereits international u.a. 2008 auf dem Lichtkunstfestival »Glow« in Eindhoven, 2005 im Museum of Contemporary Art in Los Angeles oder 2002 auf der Biennale in Liverpool. 2007 widmete ihm das Mori Art Museum in Tokio eine Einzelausstellung.
Klaus Obermaier
Klaus Obermaier wurde 1955 in Linz geboren, er lebt und arbeitet in Wien. Der Medienkünstler, Regisseur und Komponist Klaus Obermaier entwickelt innovative Arbeiten im Bereich Tanz, Musik, Theater und Neue Medien, darunter interaktive Installationen, Video-Art, Web-Projekte, Computermusik, Hörspiele und große, intermediale Outdoor-Events. Mit seinen Performances ist er regelmäßiger Gast an weltweiten Theatern und auf internationalen Festivals, wie u. a. Ars Electronica, Linzer Klangwolke, Kenkeleba House Ney York, intermedium, Southbank Centre London, Villette Numerique Paris, ImPuls Tanz Wien und Singapore Arts Festival. Klaus Obermaier studierte in Wien und Linz Gitarre und Malerei und ist seit 2006 Gastprofessor an der Universität IUAV in Venedig für den Bereich Neue Medien in Tanz-, Musik- und Theaterperformances.
Xavier de Richemont
Xavier de Richemont wurde 1959 in Algerien geboren. Er lebt und arbeitet in Chartres. Xavier de Richemont inszeniert mit Hilfe von statischen und beweglichen Licht-Klang-Bildern das Zusammenspiel von Architektur, Geschichte und Aura eines Ortes. Jährlich findet unter seiner szenografischen Regie ein Lichtfestival in Chartres statt. Xavier de Richemont präsentierte seine Lichtinstallationen auf internationalen Lichtfestivals u. a. 2008 in Mexiko, 2007 in Glasgow, Arles, Eindhoven oder 2005 und 2006 in Montreal.
Manuel Schroeder
Manuel Schroeder wurde im Jahr 1962 in Herford geboren, er lebt heute in Krefeld. Manuel Schroeder arbeitet seit 1994 vor allem mit Fotografie, Licht und elektronischen Medien. Ein inhaltlicher Fokus seiner Arbeit sind die vielfältigen Elemente des urbanen Lebens. Eine Präsentationsform seiner medialen Werke sind die „urban screens“, die inzwischen ein wichtiges Format der Kommunikation im öffentlichen Raum bilden. 2007 initiiert Manuel Schroeder das Projekt „zelle 15 – Projektraum für cross Media“ in Duisburg und beteiligt sich 2008 mit seiner Arbeit „Die dritte Dimension“ an der contemporary art ruhr auf Zollverein, Essen.
Ute und Arend Zwicker
Ute Zwicker, geboren 1960 in Chemnitz, lebt und arbeitet in Dresden. Arend Zwicker, geboren 1958 in Chemnitz, lebt und arbeitet in Dresden.
Arend Zwicker studierte an der Kunstakademie Dresden Malerei und arbeitet seit 1990 mit Licht im öffentlichen Raum, seit 1994 arbeitet er mit der Architektin Ute Zwicker zusammen.
Grundlage ihrer permanenten und temporären Installationen im Außen- und im Innenraum ist die sorgfältige Recherche der konkreten räumlichen Konstellation. Ihre Interventionen arbeiten nicht nur mit der optischen Dimension als Aufwertung der Architektur, sondern sie schöpfen aus den räumlichen und sozialen Potenzialen des Ortes, für den sie entstehen. Ute und Arend Zwickers ästhetisches Spektrum reicht von minimalistischen Eingriffen bis zu atmosphärisch-monumentalen Lichtzeichen.
